Glitzerpillen für die Vagina: Gefährlicher Trend?

Wer Pailletten und Bling-Bling liebt, für den gibt es etwas Neues auf dem Markt: Glitzerpillen für die Vagina. Doch, du hast richtig gelesen ...

Glitzerpillen für die Vagina: Gefährlicher Trend?

Glitzerpillen für die Vagina sind kleine Kapseln, die mit essbaren Pailletten gefüllt sind. Ausgedacht hat sich diese ... ungewöhnliche Idee ein Unternehmen namens Pretty Woman Inc. Wie das mit diesen "Passion Dust" genannten Glitzerpillen funktioniert, und ob sie gesundheitlich unbedenklich sind, erfährst du hier.

"Twinkle, twinkle, little star": Dafür sollen die Glitzerpillen gut sein

Die Außenhülle der Kapseln besteht aus Gelatine, die Pailletten aus Acacia-Pulver und Zucker. Sie sind außerdem glutenfrei. Mindestens eine Stunde vor dem Sex führst du dir die Glitzerpillen in die Vagina ein. Die Gelatinehülle löst sich allmählich auf, wenn sie mit deiner Körperwärme und deinen Körperflüssigkeiten in Kontakt kommt. Je erregter du wirst, desto schneller funkelt deine Vagina wie tausend Sterne. Obendrein schmeckt dein Scheidensekret dank der Glitzerpillen süßlich nach Zuckerwatte. Yummy!

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Du kannst den Auflöseprozess beschleunigen, wenn du nach der Einführung der Glitzerpillen ein heißes Bad oder eine heiße Dusche nimmst. Der Effekt kann laut Herstellerinformationen bis zu drei Tage anhalten. Die funkelnden Scheidenzäpfchen haben keinen praktischen Nutzen und dienen nur dem Vergnügen. Pretty Woman Inc. zufolge machen die Pailletten die Vagina und das weibliche Ejakulat bei einem feuchten Orgasmus noch schöner, als sie sowieso schon sind.

Aber sind die Glitzerpillen für die Vagina nicht schädlich?

Glaubt man den Herstellerangaben, sind die Glitzerpillen für die Vagina vollkommen harmlos. Allerdings räumen sie auch ein, dass sie potenzielle gesundheitliche Gefahren nicht wissenschaftlich überprüft haben. Auch geben sie zu bedenken, dass jede Frau anders ist und dass es bei empfindlichen Personen zu Infektionen und allergischen Reaktionen kommen kann. Wer von sich weiß, dass er eine sensible Scheidenflora hat, sollte seinen gesunden Menschenverstand nutzen, und vom Gebrauch des Produkts absehen.

Fragt man hingegen Frauenärzte nach ihrer Meinung, so sollte man sich auf gar keinen Fall irgendwelche medizinisch nicht notwendigen Zäpfchen in die Vagina einführen – schon gar nicht, wenn sie Zucker enthalten. Wie zum Beispiel die kanadische Gynäkologin Dr. Jen Gunter auf ihrem Blog schreibt, sei Zucker ein wunderbares Nahrungsmittel für Bakterien und Pilze. Die Glitzerpillen könnten die Scheidenflora vollkommen durcheinanderbringen. Scheidenreizungen, Hautirritationen und Unverträglichkeitsreaktionen seien ebenfalls zu erwarten.

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