#TimesUp bei den Golden Globes: Schwarz als Zeichen für Frauenpower

Frauenpower bei den Golden Globes 2018! Viele Stars brechen mit ihren Traditionen und kommen in schlichtem Schwarz. Warum? Das verraten wir dir hier.

#TimesUp bei den Golden Globes: Schwarz als Zeichen für Frauenpower

Ein ungewöhnlicher Anblick auf dem roten Teppich der Golden Globes in diesem Jahr: Die Stars präsentieren sich geschlossen in schwarzen Kleidern und Anzügen. Das ist nicht etwa einem Zufall geschuldet, sondern als politisches Statement zu verstehen. Die Prominenten in Schwarz wollen ihre Solidarität mit der "Time's Up"-Bewegung signalisieren, für mehr Frauenpower einstehen und ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt setzen.

Einheitslook für den guten Zweck

Mit den Golden Globes startet jedes Jahr die Award-Saison. Und normalerweise ist die Verleihung auch eine Chance für Stars, in knallbunten Designer-Outfits auf dem roten Teppich alle Blicke auf sich zu ziehen. Doch davon nahmen die Schauspielerinnen in diesem Jahr Abstand. Es gab nur einen Ton zu sehen: Schwarz. Ein klares Statement. Mit der schlichten Farbe lenkten sie die Aufmerksamkeit weg von sich, hin zu einem wichtigen Thema: sexueller Gewalt gegenüber Frauen.

#TimesUp: Zeit für einen Wandel

Am 1. Januar 2018 riefen einflussreiche Frauen aus Hollywood die "Time's up"-Bewegung ins Leben. Ihr Ziel ist es, ein Bewusstsein für sexuelle Gewalt und unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen zu schaffen und auf das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in der Filmbranche aufmerksam zu machen. Viele Schauspielerinnen solidarisierten sich mit der Bewegung und entschieden sich deshalb, ihren Zusammenhalt mit der schwarzen Kleidung zum Ausdruck zu bringen.

Hintergrund: Der Weinstein-Skandal und #MeToo

Sexuelle Gewalt und unangemessenes Verhalten sind Themen, über die öffentlich gesprochen werden sollte. Nur so lässt sich ein Bewusstsein für die Ausmaße der Belästigung schaffen. Nach dem Skandal um Filmproduzent Harvey Weinstein wurden immer mehr Stimmen laut, die der Gewalt gegenüber Frauen ein Ende setzen wollen. Der Hollywood-Filmproduzent hat Medienberichten zufolge mehrere Dutzend Frauen sexuell belästigt, genötigt und laut Anschuldigungen sogar vergewaltigt.

Unter dem Hashtag #MeToo startete die Schauspielerin Alyssa Milano im Oktober 2017 eine Kampagne, in der sie Frauen dazu aufrief, ihre Erfahrungen zu teilen. Damit wurde eine regelrechte Welle losgetreten, mehrere Millionen Internet-User nutzten das Hashtag allein innerhalb der ersten 24 Stunden auf Social Media – darunter auch zahlreiche Stars wie Lady Gaga, Reese Witherspoon und Emily Ratajkowski.

Die "Time's Up"-Bewegung setzt die Kampagne nun fort und will Sexismus ein für alle Mal den Kampf ansagen. Eine tolle Initiative, der nun durch den Auftritt der Stars bei den Golden Globes hoffentlich noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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