Benching: Beim Dating in der Warteschleife

Du wartest und wartest auf das erste Date mit deiner Onlinebekanntschaft? Dann könntest du ein Opfer von Benching sein, einer Hinhaltetaktik deines Angebeteten.

Benching: Beim Dating in der Warteschleife

Es kann ganz schön an den Nerven zerren: Benching. Zahllose E-Mails, SMS oder sonstige Mitteilungen hast du bereits mit einer Person deines Interesses ausgetauscht, doch zu einem persönlichen Kontakt mit ihr ist es noch nicht gekommen. Geschweige denn, zu einer echten Beziehung. Und nach Wochen oder Monaten des Hinhaltens verstehst du die Welt nicht mehr.

Tinder und Co. fördern Benching

Und natürlich stellst du dir die Frage, warum? Antwort: Womöglich, weil er oder sie sich nicht entscheiden kann. Denn die Auswahl an Date-Partnern ist womöglich größer als du denkst. Die australische Online-Partnervermittlung "eHarmony" hat nämlich herausgefunden, dass Singles sich zuweilen mit sechs potenziellen Partnern gleichzeitig beschäftigen. Klar, in Zeiten von Partnervermittlungs-Plattformen wie Tinder sind digitale Bekanntschaften schnell und unkompliziert gemacht. Da wird sich zuerst mit den besonders vielversprechenden Kandidaten verabredet. In der Zwischenzeit müssen Treffen mit anderen auf die lange Bank geschoben werden.

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Dahinter steckt die Vermutung, dass es dem Hingehaltenen schon nichts ausmacht. Eine irrige Annahme, denn ein weiteres Ergebnis der Studie lautet: Wer Benching betreibt, der verletzt die Gefühle der Menschen auf seiner Warteliste.

Emojis und faule Ausreden

Natürlich – bei Kontakten, die per Internet zustande kommen, kann es bis zum ersten Dating eine Weile dauern. Einfach deshalb, weil es bei dieser Art des Kennenlernens üblicherweise keine weiteren Anknüpfungspunkte im Alltag gibt. Aber Wochen oder gar Monate? So lange Wartezeiten deuten auf Benching hin. Besonders, wenn es immer wieder fadenscheinige Absagen zu bereits verabredeten Terminen hagelt. Und zwischendurch besänftigende Smileys oder aufmunternde Nachrichten eintrudeln.

Das führt unter Umständen zu zwei Phänomenen bei den Opfern von Benching. Sie machen das Spiel für längere Zeit mit, weil ihnen entweder mehr an dem Kontakt liegt als umgekehrt oder weil sie schon soviel Zeit darin investiert haben, dass sie nicht aufgeben wollen. Dass unter solchen Umständen eine spätere, gute Beziehung möglich ist, scheint nicht sehr wahrscheinlich zu sein.

Was also tun?

Auch, wenn's schwerfällt: Schluss mit dem Spuk! Will es auch nach längerer Zeit einfach nicht zum Dating kommen, muss eine Entscheidung her. Denn wer Benching betreibt, der spielt mit den Gefühlen Anderer. Und ist feige, da er klare Worte scheut. Die sollten vielmehr seine Hingehaltenen finden und die Beziehung beenden, bevor sie begonnen hat.

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