Klammern in der Beziehung: Was tun, wenn der Freund zu anhänglich ist?

Jeder Mensch braucht seinen Freiraum – auch in der Beziehung. Deshalb ist Klammern so gefährlich. Der Ausweg: Die Motive dahinter verstehen lernen.

Klammern in der Beziehung: Was tun, wenn der Freund zu anhänglich ist?

"Wir zwei gehören einfach zusammen!" Das ist eine wunderschöne Liebesbekundung – vorausgesetzt sie ist nicht Ausdruck von Klammern in der Beziehung. Klar verbringen Paare gerne viel Zeit miteinander und stimmen ihr Leben in gewissen Teilen auf den anderen ab.  Doch wenn dabei eine Grenze überschritten wird, bedroht die feste Bindung das individuelle Freiheitsgefühl. Das kann der Partnerschaft mehr schaden als viele denken.

Zu viel Nähe schafft Distanz

Klammern zeigt sich in Beziehungen auf unterschiedliche Weise. Die einen können ohne ihren Schatz nicht zu einer Party oder Verabredung gehen, die anderen werden schon krank vor Sorge, wenn sich ihr Partner nach einem Anruf nicht sofort zurückmeldet. So oder so: Diese extreme Form der Abhängigkeit voneinander schadet und führt nicht – wie viele glauben – dazu, dass die Bindung fester und intensiver wird. Ganz im Gegenteil! Sprechen wir dir aus der Seele? Dann zeigen wir dir, woran es liegen kann, dass dein Freund ein Klammeräffchen ist. Denn Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung!

Warum klammern manche Partner in der Beziehung?

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Zu den größten Herausforderungen in einer glücklichen Beziehung gehört es, die individuellen Bedürfnisse aufeinander abzustimmen, sodass beide glücklich und zufrieden sind. Du brauchst deinen Freiraum, dein Freund möchte allerdings am liebsten, dass du stets für ihn da bist und jede freie Minute mit ihm verbringst? Euer Unterschied: Für ihn bedeutet es mehr Aufwand, Bindung herzustellen als für dich. Er ist abhängig von deinem Zuspruch, während du dir seiner Liebe sicher bist, ohne dass er dir permanent seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt.

Der Grund für Klammern in der Beziehung liegt meist in der Kindheit. Betroffene haben sich oftmals nicht richtig vom Elternhaus gelöst und sind von kindlichen Bedürfnissen nach Anerkennung gesteuert. Ihr Selbstwertgefühl ist nicht allzu ausgeprägt, weshalb sie ständig darum bemühen, Zuspruch vom Gegenüber zu bekommen.

Tipps für mehr Freiraum

Die erste Maßnahme gegen das Klammern in der Beziehung ist ein klärendes Gespräch. Sag deinem Liebsten, dass du dich eingeengt fühlst. Mach ihm keine Vorwürfe, sprich aber trotzdem an, welches Verhalten genau dich bei ihm stört und versucht herauszufinden, wann er besonders stark klammert. Wer die Muster erkennt und womöglich versteht, kann auch Abstand von ihnen nehmen.

Dann geht es darum, einen guten Kompromiss für euch beide zu finden. Verabredet euch zu Abenden, die nur euch gehören, um sein Nähebedürfnis zu befriedigen. Parallel plant ihr aber auch Freiraum für deine Hobbys und Freunde ein – oder auch einfach für Zeit, die du mit dir selbst verbringst.

Und nicht zu vernachlässigen: Der Partner, der klammert, sollte beginnen, sich selbst besser kennenzulernen, Leidenschaften zu entwickeln und eigenständiger zu werden. Gelingt das mit deiner Unterstützung nicht, kann eine Psycho- oder Paartherapie helfen, Verlustängste zu überwinden und das Selbstwertgefühl zu stärken.

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