Selbstwertgefühl stärken: Übungen und Tipps für ein gutes Ich-Gefühl

Du selbst bist der Mensch, der dir am nächsten steht und mit dem du dein Leben teilst. Akzeptiere dich also, wie du bist, und stärke dein Selbstwertgefühl!

Selbstwertgefühl stärken: Übungen und Tipps für ein gutes Ich-Gefühl

Kennst du das: Immer wieder übernimmt in dir eine Stimme das Sagen, die dich kritisiert und dir das Leben erschwert. Je geringer das Selbstwertgefühl ist, desto mehr Macht hat sie. Aber keine Sorge, falls du dich angesprochen fühlst: Du kannst dein Selbstwertgefühl stärken. Ein paar Übungen und Tipps helfen dir, dich als den Menschen zu akzeptieren, der du bist und weniger darauf zu geben, was andere von dir halten.  Diese Umstellung braucht zwar etwas Zeit, aber du bist sie auf jeden Fall wert!

Ein geringes Selbstwertgefühl stammt meist aus der Kindheit

Ein gutes Selbstwertgefühl bestärkt uns in unseren Vorhaben. Wir haben das Gefühl, unser Umfeld beeinflussen zu können, frei und unabhängig von der Meinung anderer zu sein. Dieses Vertrauen ins Leben wird bereits in den Kindheitstagen angelegt. Wenn Kinder das Gefühl bekommen, von ihren Eltern so akzeptiert und geliebt zu werden, wie sie sind, und öfter gelobt als kritisiert werden, entwickeln sie ein gesundes Selbstbewusstsein, das ihnen das Leben leichter macht.

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Doch leider gibt es auch das Gegenteil: Kinder, die ständig kritisiert, abgelehnt oder denen schlichtweg zu viele Erwartungen entgegengebracht wurden und die somit auch im Erwachsenenalter noch nachhaltig dadurch geprägt sind. Sie zweifeln des Öfteren an sich, kommen sich 'unvollkommen' und fehlerhaft vor und speisen ihr Selbstwertgefühl aus der Meinung anderer.

Selbstzweifel verstehen lernen

Gedanken, die als symptomatisch für ein geringes Selbstwertgefühl gelten, sind:

  • "Ich kann / schaffe das nicht."
  • "Ich bin nicht schön / klug / gut genug."
  • "Andere mögen mich nicht und wollen mir schaden."
  • "Ich kann dem Druck nicht standhalten."

All diese Zweifel führen dazu, dass das Selbstwertgefühl leidet. Dabei ist jeder Mensch einzigartig – und ja, nicht perfekt. Aber anstatt sich dafür zu kritisieren oder schlecht zu machen, ist es umso wichtiger, sich für die eigenen Stärken und Eigenschaften wertzuschätzen und sich selbst ein guter Freund zu werden.

Wie du dein Selbstwertgefühl stärken kannst

Ein gesundes Selbstwertgefühl – das verrät das Wort schon – kannst du dir nur selbst geben. Ein wichtiger erster Schritt ist es also, dich von der Meinung anderer unabhängig zu machen. Das klingt leichter, als es tatsächlich ist, aber das Umdenken wird dich einen großen Schritt näher zu dir selbst bringen. Und so kommen wir zu der ersten Übung:

1. Gib nicht so viel auf die Meinung anderer

Jeder Mensch hat individuelle Stärken und Schwächen – genau das macht ihn so einzigartig. Und daraus folgt auch, dass Menschen nicht unfehlbar sind. Von Zeit zu Zeit machen wir Fehler, und da bleibt es nicht aus, dass wir gelegentlich Kritik bekommen. Wichtig ist, dass du dieses Feedback neutral annimmst und immer nur auf die Situation beziehst, in der du beurteilt wirst. Bewertet dein Lehrer oder dein Chef dich zum Beispiel negativ, sag dir nicht, dass du ein schlechter Schüler oder Arbeitnehmer bist, sondern akzeptiere das, was er sagt, aber übertrage die Kritik nicht auf dich als Person. Fehler zu machen, ist vollkommen okay, und nur weil jemand dich in einer Situation tadelt, bedeutet das nicht, dass du versagt hast oder weniger wert bist. Ein guter Gedanke wäre:

  • "Ich nehme die Kritik an – aber mein Selbstwertgefühl berührt sie ganz und gar nicht."

Schließlich kritisieren andere Menschen zumeist nicht dich als Person, sondern eine Handlung. Sei dir selbst ein guter Freund und rüge dich nicht zu sehr dafür. Du bist einzigartig und musst dich nicht von der Meinung anderer abhängig machen.

2. Werde dir deiner Stärken bewusst

Sicher kannst du bei deinen besten Freunden eine lange Liste mit Dingen füllen, die du an ihnen schätzt. Und genau diese Wertschätzung kannst du auch dir selbst entgegenbringen. Trete gedanklich einen Schritt zurück und betrachte dich von außen, um deine Stärken zu sehen. Was kannst du gut? Bist du beispielsweise sehr einfühlsam und kannst auf die Stimmung anderer gut eingehen? Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine große Stärke. Nimm dir etwas Zeit und betrachte ganz genau, was dich ausmacht. Mit den Erkenntnissen kannst du nun eine Liste mit deinen ganz persönlichen Eigenschaften und Stärken füllen – und sei stolz auf dich! Wenn dir die Übung schwer fällt, kannst du dir natürlich auch bei Freunden Hilfe suchen und sie bitten, dir zu sagen, was sie an dir schätzen.

3. Nimm Komplimente an

Sicher wirst du überrascht sein, wie viele tolle Eigenschaften deinen Freunden einfallen werden. Und jetzt geht es gleich an die nächste Übung: Nimm die Komplimente und lieben Worte an! Denk nicht gleich, dass unmöglich du gemeint sein kannst, sondern genieße diese emotionalen Streicheleinheiten, freu dich und sag einfach "Danke".

4. Lob dich

Hast du einen Erfolg gefeiert? Dich vielleicht für dich eingesetzt und deine Meinung geäußert? Oder hast du beruflich oder privat einen Vorschlag gemacht, der Begeisterung auslöste und gelobt wurde? Nimm dir bewusst Zeit, um dich dafür zu loben! Deine eigenen Erfolge zu feiern, wird dich ein ganzes Stück näher zu dir bringen und auf lange Sicht dazu führen, dass du gar kein Lob von außen brauchst, um auf dich stolz sein zu können.

Besinn dich immer wieder darauf, was du alles kannst und wer du bist. So wächst dein Selbstwertgefühl stetig.

Aber ein Hinweis noch zu guter Letzt: Natürlich ersetzen dieser Text und die Tipps kein Gespräch mit einem Psychologen. Falls du dich mit deinen Problemen überfordert fühlst, kann er dir helfen, deine Situation zu analysieren und dich zu stärken – scheu also nicht davor zurück, dich unterstützen zu lassen.

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