Was sich liebt, das neckt sich – stimmt das wirklich?

"Was sich liebt, das neckt sich", heißt es doch so schön. Ein haltloses Sprichwort oder stehen Paare tatsächlich auf das liebevolle Sticheln?

Was sich liebt, das neckt sich – stimmt das wirklich?

Sicher kannst du dich noch erinnern. "Was sich liebt, das neckt sich", sagte dir deine Mutter, als du ihr tränenüberströmt von der Begegnung mit deinem Schulschwarm berichtet hast. Mit seinen Sticheleien traf er dich genau ins Herz – nur eben nicht ganz auf die richtige Weise. Aber hatte deine Mama womöglich recht und dein Angehimmelter wollte dir tatsächlich seine Zuneigung bekunden?

Wenn die Unsicherheit zum Sticheln verleitet

Wie zeigen wir anderen, dass wir sie mögen? Ja, im ersten Moment denken wir da an Küssen, Streicheln oder Komplimente. Aber das ist doch eine sehr erwachsene und ehrliche Art der Liebesbekundung. Unsichere Menschen versuchen es oftmals über einen anderen Weg. Sie sticheln gegen ihren Schwarm – und genau deshalb hält sich das Sprichwort "Was sich liebt, das neckt sich" auch so gut. Es ist etwas dran an der Verhaltensweise Frischverliebter.

Was sich liebt, das neckt sich: Cool bleiben

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Jeder Mensch tickt beim Flirten anders. Einige haben keine Probleme damit, auf andere zuzugehen und ein lockeres und freundliches Gespräch einzuleiten. Anderen rast das Herz, sie bringen kaum ein Wort über die Lippen und wenn doch, dann kommen vermeintlich unangebrachte Bemerkungen hervor – kleine Sticheleien. Das war schon im Jugendalter so, bleibt bei vielen Erwachsenen aber lange erhalten. Warum? Weil sie ihre Coolness bewahren und nicht hibbelig oder unsicher erscheinen wollen. Also zeigen sie sich von ihrer humorvollen Seite, auch wenn das bei ihrem Gegenüber nicht immer ganz so gut ankommt.

Sticheln tut der Liebe gut

Auch wenn du vielleicht die eine oder andere kleine Träne aufgrund von Sticheleien vergossen hast – ein bisschen liebevolles Ärgern festigt die Bindung, meint Psychologie-Professor Dacher-Keltner von der Universität Berkeley. In einer Studie mit 60 teilnehmenden Paaren bewies er, dass es der Beziehung gut tut, hin und wieder ein bisschen zu hänseln. "Necken sorgt für einen natürlichen Abbau von Konflikten und Spannungen und trägt dadurch der Stabilität einer Beziehung bei", weiß der Forscher zu berichten. Aber Moment! An dem Sprichwort "Was sich liebt, das neckt sich" ist zwar wirklich etwas dran, es kommt trotzdem immer auf den richtigen Ton an: Sei beim Necken liebevoll, aber niemals verletzend!

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