Brust abtasten: Anleitung zur Selbstuntersuchung

Mit der richtigen Brustkrebsvorsorge sollte sich jede Frau auskennen. Hier erfährst du, wie du deine Brust abtasten kannst, um Veränderungen rechtzeitig zu bemerken.

Brust abtasten: Anleitung zur Selbstuntersuchung

Eine regelmäßige Selbstuntersuchung deiner Brüste ersetzt natürlich nicht die Brustkrebsvorsorge bei deinem Frauenarzt. Wenn weißt, wie du du deine Brust abtasten musst, kann dir das jedoch helfen, deinen Körper besser kennenzulernen und mögliche Knoten oder andere Veränderungen frühzeitig zu bemerken.

Am besten bittest du deinen Gynäkologen bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung, dir die einzelnen Schritte, wie du beim Brust abtasten vorgehen solltest, noch einmal zu zeigen und gemeinsam mit dir durchzugehen. Frauen ab 30 Jahren bietet das gesetzliche Früherkennungsprogramm außerdem die Möglichkeit, einmal im Jahr eine Tastuntersuchung der Brüste in Anspruch zu nehmen. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren bekommen außerdem alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammografiescreening, eine Röntgenuntersuchung der Brust. Die Kosten für beide Leistungen zur Brustkrebsvorsorge tragen die Krankenkassen.

Der beste Zeitpunkt, um die Brust abzutasten

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Es kann allerdings nicht schaden, deine Brust einmal im Monat sorgfältig selbst abzutasten. Im besten Fall wählst du dir für deine persönliche Brustkrebsvorsorge ein regelmäßiges festes Datum aus und markierst es dir schon vorab in deinem Kalender. Dieses sollte idealerweise zwischen dem siebten und zehnten Tag nach Beginn deiner Periode liegen.

Brust abtasten vor dem Spiegel – so geht's

Für die Brustkrebsvorsorge stellst du dich zuerst mit nacktem Oberkörper vor den Spiegel und betrachtest dich in unterschiedlichen Positionen.

  1.  Frontal und seitlich mit locker herunterhängenden Oberarmen.
  2.  Frontal und seitlich mit über den Kopf erhobenen Armen.
  3.  Die Hände in die Hüften gestemmt, Brustmuskeln angespannt.
  4.  Nach vorne gebeugt, die Arme hängen herab.
  5.  Nach vorne gebeugt, die Arme an den Hüften stützend.

Stelle dir bei jeder Haltung folgende Fragen: Haben sich Größe und Form deiner Brüste verändert? Gibt es vorgewölbte oder eingezogene Hautstellen an Brust, Achselhöhle oder Schlüsselbeingrube? Sehen die Brustwarzen anders aus oder sondern ein Sekret ab? Ist die Haut in der Gegend um Brust, Achselhöhle oder Schlüsselbein gerötet, schuppig, verkrustet oder zeigt sich dort Ausschlag? Bemerkst du solche Auffälligkeiten, solltest du diese unverzüglich deinem Frauenarzt mitteilen.

Nun folgt das eigentliche Abtasten der Brust: Hebe einen Arm locker über den Kopf und taste mit den drei mittleren Fingern der gegenüberliegenden Hand die Achselhöhle auf Veränderungen ab. Verfahre so auch in der Schlüsselbeingegend. Deine Brust tastest du ebenfalls mit den drei mittleren Fingern der gegenüberliegenden Seite ab. Gehe dabei systematisch vor – von links nach rechts, von oben nach unten – und lasse keine Stelle aus. Die Fingerkuppen sind dabei flach aufgelegt und tasten sich in kreisenden Bewegungen in der Größe einer Münze voran. Jede Stelle solltest du dreimal kreisend befühlen und mit jedem Kreis etwas stärkeren Druck darauf ausüben. Anschließend gehst du bei der anderen Brust genauso vor.

Auffälligkeiten beim Abtasten der Brust? Frage deinen Frauenarzt!

Fühlst du bei der Selbstuntersuchung Verhärtungen wie Knoten im Gewebe? Dann zögere nicht und gehe sofort zum Frauenarzt. Ein Knoten ist nicht zwangsläufig ein Zeichen für Brustkrebs, sondern kann auch gutartig sein. Das herauszufinden, ist jedoch die Aufgabe deines Gynäkologen.

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