Women's March: Kampf für Frauenrechte ist kein alter Hut

Für Frauenrechte und sexuelle Selbstbestimmung kämpfen Frauen seit Jahrzehnten – und noch immer ist es wichtig, nicht nachzulassen.

Women's March: Kampf für Frauenrechte ist kein alter Hut

Frauenrechte, sexuelle Selbstbestimmung – auch im Jahr 2017 sind diese Themen noch brandaktuell. Oder "wieder"? Mit Power und Kreativität zeigt zum Beispiel der Women's March nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump: Für Frauenrechte und Gleichberechtigung  auf die Straße zu gehen, ist auch heute noch nötig und wichtig.

Laut und pink: Sexuelle Selbstbestimmung im Fokus

Hunderttausende Frauen und Männer, viele von ihnen mit pinkfarbenen Wollmützen ("Pussy Hats") auf den Köpfen, protestierten einen Tag nach Donald Trumps Amtseinführung friedlich in Washington und fanden ein weltweites Echo – auch in Deutschland. Der neue US-Präsident hatte sich mit seinen frauenfeindlichen Äußerungen im Wahlkampf als ein Vertreter von Ansichten erwiesen, die noch vor ein paar Jahren längst überwunden schienen.

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Die Statements der Teilnehmer waren vielfältig, eines aber dominierte: Frauen haben ein Recht darauf, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, ob es nun um das Erscheinungsbild geht, um die sexuelle Orientierung oder um das bestehende Recht auf Abtreibung. Der Women's March thematisierte auch, dass sexuelle Belästigung körperlicher oder verbaler Art ein No-Go ist. Traurig, daran immer wieder erinnern zu müssen, fanden viele – und kamen daher erst recht. So zitiert etwa das "Zeit Magazin" eine Teilnehmerin, die 61-jährige Catherine Lee: Schon in den 1960er Jahren habe sie an ähnlichen Demonstrationen teilgenommen, und sie fürchte, dass dies noch lange nicht der letzte Protest sein werde.

Für Frauenrechte kämpfen: Bei kleinen Dingen fängt es an

Andere Teilnehmerinnen waren deutlich jünger, aber auch sie hatten zum Teil schon Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht. Deutlich wurde: Frauenrechte, das ist ein großes Wort, aber die sexuelle Selbstbestimmung zu schützen, beginnt bei den kleinen Dingen im Alltag. Vielleicht bist du auch schon einmal aufgefordert worden, doch öfter zu lächeln, dann würden andere dich viel positiver sehen? Viele Frauen kennen das, Männer hingegen eher weniger. Oder jemand meint, nur weil du eine Frau bist, weiß er automatisch alles besser als du – Stichwort Mansplaining.

Geht es um Sex und Körperlichkeit, müssen Frauen auf Wertungen und Abwertungen erst recht nicht lange warten: Zu dick, zu dünn, zu unweiblich. One-Night-Stands, wechselnde Partner und ein gesundes Selbstbewusstsein, was den eigenen Körper angeht – na, mit der Frau muss ja was nicht stimmen. Und so denken nicht nur Männer, sondern auch viele andere Frauen. Grund genug also, Anlässe wie den Women's March zu nutzen, um sich über solche grundlegenden Ungerechtigkeiten zumindest mal wieder Gedanken zu machen. Oder am besten gleich mitzumarschieren.

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