Wunde Scheide: 3 Ursachen und was du dagegen tun kannst

Autsch! Eine wunde Scheide ist wirklich sehr unangenehm. Doch woher stammt die Reizung und was kannst du dagegen tun? Hier findest du Antworten ...

Wunde Scheide: 3 Ursachen und was du dagegen tun kannst

Eines der wohl unangenehmsten Souvenirs einer wilden Liebesnacht ist die wunde Scheide. Während im Moment der Leidenschaft noch alles prickelnd und schön war, rutschst du am nächsten Tag nervös auf deinem Stuhl von einer Seite zur nächsten, um eine halbwegs erträgliche Sitzposition zu finden. Aber auch ganz ohne Sex kann es zu einer wunden Vagina kommen. Hier erfährst du, was die häufigsten Auslöser sind und was dir Linderung verschafft.

1. Wunde Scheide nach dem Sex

Bevor wir uns weitere mögliche Ursachen anschauen, beleuchten wir den Klassiker noch einmal genauer. Wer sich stundenlang und intensiv dem Liebesspiel hingibt, kann mitunter am nächsten Tag mit den Folgen zu kämpfen haben. Eine wunde Scheide muss aber auch nach langem, hingebungsvollem Sex nicht sein. Um dies zu verhindern, achte darauf, dass die "Grundbedingungen" stimmen: Du solltest stets feucht genug sein. Denn wenn der Penis sanft hineingleiten kann, ist die Wahrscheinlichkeit, eine wunde Vagina zu bekommen, deutlich geringer.

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Das hilft: Wird deine Scheide nicht feucht genug, benutze Gleitgel, um deine empfindliche Haut vor Reizungen und feinen Rissen zu schützen. Ist es bereits zu spät und du suchst nach Linderung für deine Beschwerden, hilft ein Sitzbad mit Kamille. Entsprechende Produkte gibt's in der Apotheke. Bade deinen Intimbereich für etwa 15 Minuten darin und deine Haut wird sich merklich beruhigt anfühlen.

2. Falsche Gewohnheiten

Wenn du immer wieder unter einer wunden Scheide leidest, solltest du deine Gewohnheiten hinterfragen. Welche Unterwäsche trägst du beispielsweise? Slips aus Polyester und anderen Kunstfasern hat deine Vagina nämlich gar nicht gern. Klar, sie sind sexy und verführerisch. Baumwollslips sind für den täglichen Gebrauch allerdings weitaus besser geeignet. Das Problem an den künstlichen Fasern: Sie sind nicht atmungsaktiv und halten die Feuchtigkeit dort, wo sie entsteht. Und schon entsteht ein Feuchtgebiet, in dem sich schnell Bakterien bilden können. Ebenfalls Gift für den empfindlichen Schambereich: Intimdeos oder parfümierte Duschgels oder Lotionen, die den pH-Wert untenrum komplett durcheinanderbringen.

Das hilft: Keine Sorge, auf heiße Dessous musst du nicht komplett verzichten. Trage sie jedoch ab jetzt nur noch für besondere Anlässe. Deine Alltags-Unterwäsche sollte hingegen atmungsaktiv und schonend zur Haut sein – und da gibt es nichts Besseres als Baumwolle. Verbanne außerdem reizende Pflegeprodukte aus deinem Badezimmer. Benutze stattdessen seifenfreie Waschlotionen, die perfekt auf die Bedürfnisse deiner Vagina abgestimmt sind. Übrigens: Auch zu häufiges Waschen kann eine wunde Scheide hervorrufen.

3. Mit Infektionen ab zum Arzt!

Nicht zuletzt können aber auch bestimme Erkrankungen Ursache für eine wunde Vagina sein. Bemerkst du auffällige Veränderungen in deinem Intimbereich, die sich womöglich sogar verschlimmern, ist der beste Rat: Lass einen Experten deine wunde Scheide begutachten. So kann es beispielsweise sein, dass du dir eine Blasenentzündung, Pilzinfektion oder eine Geschlechtskrankheit zugezogen hast. Typische Symptome: Jucken, Brennen (auch beim Wasserlassen), Ausschlag und ungewöhnlicher Ausfluss.  Bei diesen Anzeichen gilt: Ab zum Arzt!

Das hilft: Die typischen Symptome einer Pilzinfektion im Intimbereich sind eine wunde Scheide, ständiges Brennen und Jucken sowie ein veränderter Ausfluss. In der Apotheke gibt es rezeptfreie Salben und Tabletten, die Linderung verschaffen. Wichtig jedoch: Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, sollte ein Frauenarzt die Untersuchung übernehmen. Hast du vor allem beim Wasserlassen Schmerzen, könntest du unter einer Blasenentzündung leiden. Viel trinken hilft, aber auch hier ist ein Arztbesuch unerlässlich, damit sich die Entzündung nicht ausbreitet und du weißt, was Sache ist.

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